HEMPELS 165 / Januar 2010
„Ich habe noch viel Zorn in mir“
Tobias Schlegl über Politik und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft
Bei seinen extra 3-Moderationen im Fernsehen nimmt er kein Blatt vor den Mund: Der 32-jährige Tobias Schlegl will mit bitterböser Satire den Mächtigen auf die Füße treten. Im Interview spricht er auch über die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgehens mit den Ressourcen dieser Erde.
Formel „Nächstenliebe AG“
Renate Kuhn aus Lübeck verkauft Anteilscheine, um Armen in Indien zu helfen
Sie kann nicht weggucken: Seit Jahren sammelt die Lübeckerin Renate Kuhn für Kinder und Alte in Indien; alle zwei Jahre fliegt sie selbst hin und begutachtet die Früchte ihrer Arbeit. „Nächstenliebe AG“ lautet ihre Formel für den Einsatz. Wie es sich für eine Aktiengesellschaft gehört, verkauft sie Anteilscheine, die diesem Namen alle Ehre machen: Die „Aktionäre“ haben Teil am Leben von Kindern und Alten in der 7400 Kilometer entfernten Gegend südlich der 6,3-Millionen-Metropole Hyderabad – global playing im besten Sinne.
„Kommen Sie durch in mein indisches Zimmer!“ Renate Kuhn öffnet die Tür und deutet auf einen Raum, in dem vor allem eins auffällt: Elefantenfigur neben Elefantenfigur und der Duft nach Darjeeling, der in einer Teekanne dampft. In diesem Zimmer werden Schicksale in neue Bahnen gelenkt: Die von 128 Kindern, vor allem Mädchen, und von 22 alten Menschen sind bereits auf besserem Weg. „Auf dem Weg in eine menschenwürdige Zukunft“, sagt die 61-jährige Kuhn.
Wie kommt eine deutsche Hausfrau zu solch einer Aufgabe?
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Straßenmagazin mal anders
Junge Redaktionsgruppe bereitet für März besondere HEMPELS-Ausgabe vor
„Lauter Lebenskünstler“, ruft Gunnar in den Raum und die gesamte Redaktionsgruppe ist begeistert. Damit steht das Motto des kommenden Märzheftes von HEMPELS fest, die einzelnen Themen und Artikel können nun erarbeitet werden. Das Besondere an dieser Arbeit: Erstmals wird, gemeinsam mit Redaktionsleiter Peter Brandhorst, eine Ausgabe des schleswig-holsteinischen Straßenmagazins nicht von der HEMPELS-Redaktion gestaltet werden, sondern von von außerhalb kommenden jungen Frauen und Männern.
Wir sind gut zwanzig Studentinnen und Studenten der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Jedes Semester dürfen wir zusätzlich zu unserem alltäglichen Studium einen extra Kurs belegen, der einen ganz besonderen Praxisbezug hat. In diesem Wintersemester ist es der auf Initiative von HEMPELS angebotene Kurs „Journalistische Arbeit für ein Straßenmagazin“, der unser Interesse geweckt hat.
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„Wir können uns gegenseitig Mut zureden“
Ein Paar: Monika Sancar, 46, und Hans-Christian Lorenzen, 55 aus Flensburg
Seit dreieinhalb Jahren sind wir nun schon ein Paar, seit ein paar Monaten haben wir auch eine gemeinsame Wohnung. Dass wir uns kennen und lieben gelernt haben, war ein großes Glück für uns. Denn so können wir uns gegenseitig Mut zureden, dass das Leben auch schön sein kann. Ohne unsere Liebe könnten wir wohl nicht mehr leben. Wir stützen uns gegenseitig im Alltag. Und wenn Probleme auftauchen, dann bereden wir sie gemeinsam.
Zusammen sind wir jetzt wieder eine richtige Familie. Denn in unserem Haushalt leben auch noch vier von Monikas sechs Kindern aus früheren Beziehungen. Auch Hans-Christian ist zweifacher Vater, die Kinder sind aber längst erwachsen. Wir waren früher beide verheiratet, Monika sogar zweimal. Zu all unseren Kindern haben wir ein gutes Verhältnis.
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Die ganzen Texte sind im aktuellen Januar-Heft zu lesen. Das Heft kann bei unseren landesweit mehr als 100 Verkäufer/innen erworben werden.





