„Der Kontakt zu meinen Kunden hilft mir sehr“01.06.10

Von: Sandra Tschackert

Foto: Dieter Suhr

Manuel Beinlich, 37, ist seit vergangenem Herbst unser Verkäufer in Preetz

Es ist schon klasse, dass es HEMPELS gibt; denn durch das Verkaufen der Zeitung kann ich mir endlich wieder ein paar Euro dazuverdienen. Und ich habe tagsüber auch noch eine sinnvolle Tätigkeit. Weil ich an einer Hautkrankheit leide, an Neurodermitis, schaffe ich nämlich keinen Vollzeitjob, und da kommt mir die Arbeit als Zeitungsverkäufer gerade recht. So kann ich immer dann verkaufen, wenn meine Krankheit es zulässt. Ja, meine Krankheit hat mich auch daran gehindert, eine Berufsausbildung abzuschließen. Nach der Schulzeit und meinem Hauptschulabschluss hatte ich eine Lehre zum Zimmermann begonnen. Diese Ausbildung musste ich aber leider abbrechen, denn mit meiner Krankheit war es eben nicht mehr drin, inmitten des Staubs auf dem Bau zu arbeiten. Jetzt muss ich vor allem von Grundsicherung leben. Seit vergangenen Herbst bin ich in Preetz als HEMPELSVerkäufer unterwegs. Kurz vorher war mein Bekannter Rolf Meyer verstorben, der das Magazin dort seit mehreren Jahren verkauft hatte. Danach habe ich seine Stelle als einziger HEMPELS- Verkäufer in Preetz übernommen – und damit auch den Kontakt zu seinen Stammkunden, den er sich über viele Jahre aufgebaut hatte. Inzwischen kennen auch mich viele Kunden in Preetz. Es ist ja schließlich nicht nur der kleine Zuverdienst, der mir wichtig ist, sondern auch, dass man Leute kennenlernt – dann macht das Ganze auch richtig Spaß. Unter der Woche verkaufe ich jeden Tag zwei bis drei Stunden lang, meistens vormittags. Monat für Monat bringe ich so HEMPELS an die Frau und denMann. Bei mir kaufen auch viele ältere Leute das Magazin. Dieser Kontakt zu den Kunden und die Gespräche, die man mit ihnen führen kann, sind es, die mich neben dem Zuverdienst immer wieder motivieren und mich antreiben, den Job weiterzumachen. Ich bin schon immer in Preetz zu Hause gewesen und an meine Kindheit habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen. Nachdem meine Eltern sich scheiden ließen, bin ich bei meinem Vateraufgewachsen. Zwei Halbgeschwister habe ich auch noch. Es gab für mich zwar schon weniger gute Zeiten – in der Vergangenheit habe ich schlechte Erfahrungen mit Drogen gemacht –, doch damit ist jetzt zum Glück Schluss. Zurzeit lebe ich in einer Einzimmerwohnung in Schellhorn – nicht in Preetz, wohlgemerkt, das kriegen die Leute immer durcheinander. Ob ich Wünsche für die Zukunft habe? Ja, vor allem, dass ich gesund bleibe! Und dann natürlich noch, dass mir meine Kunden treu bleiben und ich bei meiner Verkaufsarbeit immer wieder einen Plausch mit ihnen führen kann. Und wenn mir Leute während meiner Arbeit auch ein Lächeln schenken, dann ist das stets ein ganz besonderes Gefühl. Klasse, dass es sowas gibt!