Hempels-Stiftung18.05.09
Langfristig und nachhaltig - Warum die von HEMPELS gegründete Stiftung zur Armutsbekämpfung wichtig ist.
Es ist, bei Lichte betrachtet, ein riesiger Markt: Drei bis fünf Milliarden Euro spenden die Deutschen jährlich für gemeinnützige und mildtätige Zwecke und gehören damit zu den weltweit großherzigsten Spendern. Und nachdem die Große Koalition in Berlin vergangenen Sommer die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden angehoben und vereinheitlicht hat – sowohl für Privatpersonen wie auch für Unternehmen –, dürfte die Spendenbereitschaft der Bundesbürger absehbar noch weiter steigen.
Allein 15.000 Stiftungen buhlen in Deutschland um Unterstützung. Auch HEMPELS hat die Gründung einer landesweit und nachhaltig arbeitenden Stiftung zur Armutsbekämpfung beschlossen, die es in dieser Form in Schleswig-Holstein bislang noch nicht gibt.
Der Spendenmarkt ist in den vergangenen Jahren medialer geworden. Als Faustregel gilt inzwischen: Not, die es schafft, im Fernsehen präsentiert zu werden, darf zuerst auf Hilfe hoffen. Die vergangenen Dezember mit allerlei prominenter Unterstützung über die Bühne gebrachte ZDF-Bild-Gala für Kinder erzielte zwölf Millionen Euro Spendengelder. Und als die Tsunami-Flut vor gut drei Jahren auch durch deutsche Wohnzimmer spülte, kamen so viele Spenden zusammen, dass das eingehende Geld teilweise gar nicht sinnvoll ausgegeben werden konnte und einzelne Organisationen sogar darum baten, bei der Hilfsbereitschaft doch auch andere Regionen und sich dort ereignende Katastrophen zu berücksichtigen. Die angesichts dieser Tatsachen mittlerweile von vielen Experten verschiedenster Spendenorganisationen gesehene Herausforderung ist klar: So wichtig auch kurzfristige Hilfe bei Hunger- oder Naturkatastrophen ist – wirkliche Chancen auf Veränderung bieten vor allem langfristig angelegte und nachhaltig arbeitende Hilfen. Das gilt im Großen, in der Dritten Welt, wie auch im vermeintlich Kleinen, bei der Bekämpfung sozialer Benachteiligung in der unmittelbaren Nachbarschaft. Genau dieser Herausforderung wird sich die HEMPELSStiftung stellen.
Seit nunmehr zwölf Jahren unterstützt der Trägerverein HEMPELS e. V. unmittelbar und direkt Menschen, die sich in einer sozialen Notlage befinden – unter anderem mit der Herausgabe der Straßenzeitung, mit einer Suppenküche, einem eigenen Café oder mittlerweile auch einem niedrigschwelligen Sozialdienst. Die neu zu gründende HEMPELS-Stiftung wird unabhängig davon und auch unabhängig von wirtschaftlichen Einflüssen von außen langfristig und nachhaltig arbeiten. Sollte es einmal, was wir nicht sehen, irgendwann in ferner Zukunft den Verein HEMPELS nicht mehr geben – die von HEMPELS gegründete Stiftung wird auf Dauer wirken können.

