01.07.2009

Hempels - Jahresbericht 2008

Unsere Einnahmen des vergangenen Jahres – und was wir damit gemacht haben

Im vergangenen Jahr 2008 sind Umfang und Erfolg unserer Arbeit erneut deutlich gewachsen. Das machen die Zahlen des Jahresergebnisses deutlich, die wir hiermit unseren Leser/innen vorstellen. Insgesamt haben wir 323.232 Euro erwirtschaftet – gegenüber dem Vorjahr 2007 ein Anstieg um stolze 45.572 Euro. Sogar noch mehr gestiegen ist die Summe der Aufwendungen auf insgesamt 341.705 Euro. Die Differenz von gut 18.000 Euro ist durch Rückstellungen aus den Vorjahren ausgeglichen worden.

Eindeutiger noch als diese Ergebnisse beschreiben einige andere Zahlen die über die Jahre gewachsene Bedeutung von HEMPELS: Inzwischen sind 16 Frauen und Männer – teilweise ohne Beschäftigungschance auf dem regulären Arbeitsmarkt – bei uns fest angestellt, vom 400-Euro-Arbeitsverhältnis bis hin zur vollen 38,5-Stunden-Woche. Ein Jahr zuvor waren es 13. Außerdem haben elf langzeitarbeitslose Ein-Euro-Jobber (2007: neun) Aufgaben in Büro, Suppenküche oder Vereinscafé. Weitere acht ehrenamtliche Mitarbeiter/innen erhalten von uns zudem an Ein-Euro-Jobs angelehnte Aufwandsentschädigungen. 2008 konnten wir somit Arbeitsplätze im Gesamtvolumen von 209.014 Euro finanzieren (2007: etwas über 151.000 Euro). Hinzu kommen die Einnahmen unserer im Jahresschnitt knapp 100 Verkäufer/innen. Sie haben für sich rund 105.000 Euro Einnahmen erwirtschaftet. Pro Kopf und Jahr waren das durchschnittlich 1100 Euro oder 91,65 Euro im Monat. Als eine von ganz wenigen deutschen Straßenzeitung gen können wir einigen Verkäufer/innen sogar sozialversicherungspflichtige Festanstellungen im Verkauf anbieten.

Deutlich wird über das Jahresergebnis 2008 auch die breit gefächerte Arbeit von HEMPELS. Neben der Straßenzeitung gehören dazu ein niedrigschwelliger Sozialdienst (hierzu auch Seite 17), eine Suppenküche sowie die Aufenthaltsangebote in unserem Kieler Vereinscafé „Zum Sofa“, die armen und ausgegrenzten Menschen vom frühen Morgen bis in den späten Abend Schutzräume bieten und so dazu beitragen, konfliktreiche Straßentreffs zu entlasten. Und im Rahmen von „Arbeit statt Strafe“ konnten 2008 insgesamt mehr als 1500 Strafstunden in Vertrieb, Raumreinigung oder Café abgeleistet werden. Möglich ist diese erfolgreiche Arbeit nur durch Sie – unsere Leserinnen und Leser, Förderer, Spender und Anzeigenkunden. Dafür ein herzliches Dankeschön! Die nachfolgenden Grafiken zeigen, wie sich der Jahreserlös 2008 zusammensetzt und wofür wir das Geld ausgeben. Interessierten bieten wir nach vorheriger telefonischer Anmeldung selbstverständlich die Möglichkeit, in unserem Büro weiteren Einblick in unsere Jahresbilanz zu nehmen: (04 31) 67 44 94.

 

Jo Tein, Vorstand