Kiels Ex-Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz besucht HEMPELS – und hat viele Weihnachtsgeschenke dabei20.12.18

Mit den Geschenken im Redaktionsraum des Straßenmagazins (v.l.n.r.): Vera Ulrich (HEMPELS-Verwaltungsleiterin), Florian Wiemers (HEMPELS-Sozialarbeiter), Caroline Genschmer (KAS), Marcia Jankwitz (HES), Angelika Volquartz (ehemalige Oberbürgermeisterin von Kiel und Vorstandsmitglied der HES), Jo Tein (HEMPELS-Vorstand), Antonia Grage (KAS) und Richard Nägler (Hermann-Ehlers-Akademie).

Zu ihrer Weihnachtsfeier trafen sich 25 Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in den Räumlichkeiten der Hermann-Ehlers-Stiftung (HES). Bei Glühwein und Weihnachtsmusik packten sie dort fleißig Päckchen ein. Der Grund: Sie hatten beschlossen, bedürftigen Menschen in Kiel etwas zu Weihnachten zu schenken – praktische Dinge wie Socken oder Zahnbürsten etwa, aber auch Schokolade und Mandarinen. "Als Stipendiaten haben wir das Privileg, gefördert zu werden – darum ist es toll, wenn wir anderen etwas zurückgeben können", sagt Antonia Grage von der KAS.

Nun brachten einige Vertreterinnen und Vertreter der Stiftungen die Geschenke zu uns in die Kieler Schaßstraße. Die Idee, die Päckchen zu HEMPELS zu bringen, hatte Angelika Volquartz. Von 2003 bis 2009 war die CDU-Politikerin Oberbürgermeisterin von Kiel; heute ist sie im Vorstand der HES. "Mein Mann und ich lesen seit vielen Jahren das Straßenmagazin. HEMPELS ist mir nah – durch die Verkäufer auf der Straße; aber auch durch die Menschen, die in den Heften beschrieben werden."

Bei einem Kaffee in unserem Redaktionsraum erzählten HEMPELS-Vorstand Jo Tein und Sozialarbeiter Florian Wiemers den Gästen vom Straßenmagazin und anderen Projekten des Vereins; vom "Mittagstisch Manna" etwa, vom Treuhandkonto oder dem Stiftungsprojekt "HEMPELS hilft wohnen". Anschließend diskutierten sie mit Angelika Volquartz und den Stipendiaten darüber, was gegen die zunehmende soziale Spaltung unserer Gesellschaft unternommen werden könnte. Die KAS und die HES sind CDU-nahe Stiftungen. "Es ist gut, dass wir uns hier treffen – denn natürlich haben Armut und Wohnungslosigkeit eine politische Dimension", sagt Jo Tein.

Noch lagern die Geschenke der Stipendiaten gestapelt auf einem Tisch in der HEMPELS-Redaktion; an Heiligabend werden sie dann an die Besucherinnen und Besucher unseres "Café zum Sofa" verteilt. Etwa 50 Menschen verbringen hier jedes Jahr den 24. Dezember. "Leider ist Weihnachten für viele Menschen aus unserem Umfeld belastend – weil sie sich zu dieser Jahreszeit besonders einsam fühlen", sagt Sozialarbeiter Florian Wiemers.

Text und Foto: Georg Meggers