Kitekurse für Rollifahrer und Beinamputierte16.08.17

Sail United e.V.

Der Verein Sail United bietet noch bis zum 30. September spezielle Kitekurse für Rollifahrer und Beinamputierte in Großenbrode an. Die HEMPELS berichtet in der aktuellen Ausgabe über Sail United – einen Verein, der sich für Inklusion im Wassersport engagiert.

"Wir helfen jedem aufs Wasser – egal welche körperliche oder geistige Behinderung ein Mensch hat", sagte Tobias Michelsen, Ideengeber und Gründer von Sail United, im Interview mit der HEMPELS. Aktuell stehen in Großenbrode Kitekurse für Rollifahrer und Beinamputierte auf dem Programm. Spezielle Sitzkiteboards machen es möglich.

"Wenn Rollifahrer mit unserer Hilfe kiten gehen, benötigen wir einen ganzen Stab an Helfern", sagt Markus Kahnert, Mitgründer und ehrenamtlicher Mitarbeiter von Sail United. Neben einem Kitelehrer und einem motorisierten Rettungsboot mit dreiköpfiger Mannschaft seien dann auch einige Helfer am Strand und im Wasser aktiv.

Zwei Helfer schieben die Fahrer zunächst im Strandrolli ins Wasser. Die großen, weichen Gummiräder der Strandrollis seien dafür besonders gut geeignet, so Kahnert. Erst im Wasser begibt sich der Fahrer in sein Sitzkiteboard und wird fest an den Stuhl geschnallt. Mit ein wenig Übung heben Fahrer und Board dann unter dem Jubel der Helfer ab, erzählt Kahnert.

Je nach Wetterbedingungen und Kondition kann ein Rollifahrer bis zu drei Stunden auf dem Wasser verbringen. "Danach sind alle erschöpft und glücklich", so Kahnert. Zurück in der Wassersportschule gibt es eine Manöverkritik und heiße Getränke. Was bleibe sei das schöne Gefühl, es mit den Elementen aufgenommen zu haben, sagt Kahnert.

Noch bis zum 30. September bietet Sail United Kitekurse für Rollifahrer und Beinamputierte an. Weitere Infos über Sail United lesen Sie außerdem in der aktuellen Ausgabe der HEMPELS.

MGG

Fotos: Sail United e.V.