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Berlin: Obdachlosigkeit soll bis 2030 abgeschafft werden

Die Stadt Berlin will bis 2030 Obdachlosigkeit abschaffen und damit eine Resolution des EU-Parlaments umsetzen. Das hat Sozialsenatorin Elke Breitenbach von der Linken angekündigt. Im vergangenen Jahr waren bei einer Zählung 2000 Obdachlose festgestellt worden. Insgesamt geht der Senat von 50.000 Menschen aus, die keine eigene Wohnung haben und notdürftig untergebracht sind. Berlin will sich an Finnland orientieren, wo binnen zehn Jahren den meisten Obdachlosen zu einer Wohnung verholfen wurde. Man wolle deren Konzept "Housing first" umsetzen, so die Senatorin. In einer Wohnung können Obdachlose zur Ruhe kommen und haben Zeit, sich auch um andere Dinge zu kümmern. Das sei deutlich kostengünstiger als die bisherigen Hilfekonzepte. In Finnland muss der Staat mit "Housing first" pro Jahr 15.000 Euro weniger für einen obdachlosen Menschen ausgeben.

PB

Ein obdachloser Mann schläft auf einer Bank. (Symbolbild: Pixabay)