Bis zu erledigten Reparaturen ist es oft ein langer Weg01.05.17

Klar – werden Reparaturen im Haus oder in der Wohnung während der Mietzeit notwendig, beispielsweise weil die Fenster zugig sind, das Dach undicht ist oder technische Anlagen wie Heizung und Fahrstuhl nicht funktionieren, dann ist das Sache des Vermieters.

Er muss die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand erhalten. Lediglich für Schönheitsreparaturen (anstreichen und tapezieren) und für Kleinreparaturen (tropfender Wasserhahn) kann die Verantwortlichkeit auf die Mieter geschoben werden.

Ansonsten gilt: Vermieter müssen so schnell wie möglich informiert werden, dass Mängel vorliegen, die es zu beseitigen, also zu reparieren gilt. Er muss dann die Mängel schnellstmöglich und fachgerecht beseitigen lassen. Unternimmt der Vermieter nichts, um die Mängel abzustellen, kann der Mieter die Miete kürzen oder einen Teil der Miete zurückhalten. Er kann die Reparatur, das heißt den ordnungsgemäßen Zustand der Mietsache, theoretisch auch einklagen. Das aber kostet viel Zeit.

Alternative: Die Handwerker selbst bestellen und den Ersatz der Kosten verlangen. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass der Mieter den Vermieter zur Reparatur nachweisbar aufgefordert und einen angemessenen Termin zur Beseitigung gesetzt hat. Rührt sich der Vermieter dann immer noch nicht, ist er in Verzug. Dann kann der Mieter selbst die Handwerker bestellen und mit der Reparatur beauftragen. Aber Achtung! Er wird zunächst die Rechnung der Handwerker zahlen müssen. Und er darf nur die notwendigen Arbeiten und Kosten veranlassen, wenn er sein Geld wieder erstattet haben will. Fazit: Der Weg ist manchmal steinig!