Gärten erweitern die Wohnung01.05.16

Im „Land zwischen den Meeren“ - der Slogan gefällt mir immer noch am besten – wohnen wir eigentlich so schön, dass wir nicht auf lange Fahrten in den Urlaub angewiesen sind, um die Natur zu genießen. Dennoch versuchen wir als Eigentümer oder Mieter, möglichst nah am Grün zu leben.

Für Mieter, die bei der angespannten Wohnungsmarktsituation Passendes finden und es sich auch noch leisten können, erfüllt sich der Wunsch beim Reihenhaus oder Einfamilienhaus relativ einfach: Zumindest bei Einfamilienhäusern gilt der Garten regelmäßig als mitvermietet, es sei denn, im Mietvertrag ist ausdrücklich etwas anderes vereinbart. Dennoch empfiehlt es sich auch hier, bei Vertragsabschluss darauf zu achten, dass Haus und Grundstück vermietet werden. Anders bei Mehrfamilienhäusern: Hier ist der Garten in der Regel nur dann mitvermietet, wenn es im Mietvertrag ausdrücklich so vereinbart ist.

Ist der Garten mitvermietet, dürfen Mieter ihn so nutzen, wie sie wollen. Sie können ein Gemüsebeet oder einen Komposthaufen anlegen, Gartenzwerge, Planschbecken, Hundehütten, Sandkasten oder Schaukel aufstellen, Blumen oder Sträucher pflanzen.

Aber es gibt Grenzen. An Sonn- und Feiertagen sowie werktags zwischen 22 und 7 Uhr dürfen in Wohngebieten Rasenmäher, Motorkettensägen, Heckenscheren und Vertikutierer nicht eingesetzt werden. Geräte, wie Laubsammler, Laubbläser, Rasentrimmer oder Graskantenschneider dürfen außerdem werktags nur zwischen 9 und 13 sowie von 15 bis 17 Uhr benutzt werden.

Muss der mitvermietete Garten laut Mietvertrag auch gepflegt werden, heißt das meist, Rasen mähen, Unkraut jäten und Beete umgraben, wenn es sich nicht um einen Naturgarten handelt. Der Vermieter darf Ihnen dabei keine Vorschriften machen, wie oft Sie mähen sollen; Sie sind ja nicht sein Hausmeister! Also  - viel Spaß mit Ihrer grünen Insel!