Heizkosten für Gemeinschaftsräume01.02.17

Hätten Sie das gedacht? Wer in seiner eigenen Wohnung viel heizt oder viel heizen muss, zahlt indirekt auch für die Gemeinschaftsräume im Mietshaus einen übermäßig hohen Heizkostenanteil. Sind nämlich Hausflure, Treppenhäuser, Waschküchen, Trocken- oder Partyräume mit Heizkörpern ausgerüstet, wird auch hier Heizenergie verbraucht.

In derartigen Gemeinschaftsräumen muss der Heizverbrauch aber nicht erfasst werden. Der Vermieter muss an diesen Heizkörpern keine Heizkostenverteiler anbringen lassen. Bezahlen müssen die Mieter diese Heizkosten allerdings trotzdem. Der Verbrauch in den Gemeinschaftsräumen fließt in den Gesamtverbrauch des Hauses ein; dieser Verbrauch wird dann anteilig auf alle Mieter aufgeteilt. Das bedeutet, je höher die Heizkosten für die eigenen vier Wände ausfallen, desto höher sind die für Mieter zu übernehmenden anteiligen Kosten für Hausflure, Treppenhäuser usw.

Lediglich für Gemeinschaftsräume mit einem hohen Wärme- oder Warmwasserverbrauch gibt es eine Ausnahme. So bestimmt die Heizkostenverordnung, dass die Kosten für Schwimmbad, Sauna oder Tiefgarage zu erfassen und von den übrigen Heizkosten zu trennen sind. Die Kosten dürfen dann, soweit im Mietvertrag vereinbart, auf alle Mieter im Haus verteilt werden, zum Beispiel nach Personenzahl oder Wohnungsgröße.

Tipp: Drosseln Sie also die eigene Heizung, wenn Sie zur Party in den Gemeinschaftskeller gehen.