Mietaufhebungsvertrag – am besten schriftlich01.10.15

Wollten Sie schon mal die Wohnung kündigen und haben festgestellt: Das geht so nicht, weil Sie nach dem Mietvertrag noch längere Zeit gebunden sind? Gerne wird vom Vermieter im Vertrag eine Klausel vorgegeben, nach der beispielsweise beide Seiten vor Ablauf von zwei Jahren nicht kündigen können.

Dann hilft eventuell ein Mietaufhebungsvertrag, der praktisch jederzeit zwischen Mieter und Vermieter möglich ist. Das machen Sie am besten schriftlich.

In einem Mietaufhebungsvertrag wird das vorzeitige Ende des Mietvertrages vereinbart. Sie können regeln, ob ein Nachmieter gestellt werden soll. Können bestimmte Möbel oder Fußböden in der Wohnung bleiben? Oder soll sie leer sein? Zahlt der Vermieter einen Abstand, wenn Sie erst vor kurzem maßgerecht eine Einbauküche installiert haben? Vorsicht bei Renovierungszusagen! Klären Sie besser vorher, ob Sie überhaupt streichen oder tapezieren müssen, bevor Sie sich verpflichten. Die Rechtsprechung hat zum Teil lange Fristen vorgesehen, zum Beispiel für Küche und Bad erst nach fünf Jahren, bei Wohnräumen nach acht Jahren seit der letzten Renovierung. Der Mietvertrag kann unter Umständen andere, auch unwirksame Regelungen enthalten.

 

Wenn alles klar ist, können Sie auch vereinbaren: „Mieter und Vermieter sind sich darüber einig, dass keine gegenseitigen Ansprüche mehr bestehen und dass die Mietkaution bei Rückgabe der Schlüssel ausgezahlt wird.“ Aber schlafen Sie darüber mindestens eine Nacht, lassen Sie die Regelung prüfen und unterschreiben Sie erst dann.