Mitvermietet: Wofür der Vermieter aufkommen muss 01.01.16

Sie denken, der seit Einzug in die Wohnung vorhandene Teppich ist im Laufe der Jahre so verschlissen, dass es Ihnen peinlich ist, wenn Besuch kommt. Aber wer bezahlt eigentlich den neuen? Alle Gegenstände und Einrichtungen, die sich bei Mietbeginn in der Wohnung befinden, gelten grundsätzlich als mitvermietet.

Das gilt für die üblichen Einrichtungsgegenstände, wie Waschbecken, Badewanne und Toilettenbecken. Dazu gehören aber auch alle anderen vom Vermieter zur Verfügung gestellten Einrichtungen wie beispielsweise Teppiche, Warmwasserboiler, Wandschränke, die Einbauküchenmöbel mit Herd, Kühlschrank oder Spüle.

Sie als Mieter dürfen sie selbstverständlich im Rahmen des „üblichen Gebrauchs“ nutzen. Verschleiß und altersbedingte Abnutzungen der Gegenstände haben Sie durch Ihre Miete bezahlt. Für notwendig werdende Reparaturen ist der Vermieter zuständig. Er muss auch die Kosten tragen. Und wenn sich herausstellt, dass Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind? Wenn die Reparatur teurer wird als der Kauf eines neuen Gerätes? Dann darf der Vermieter das alte Gerät nicht einfach wegnehmen oder gegen ein minderwertiges ersetzen. Er muss Ihnen vielmehr ein neues gleichwertiges bereitstellen und das alte entsorgen. Haben Sie als Mieter jedoch vorsätzlich oder aus Unachtsamkeit Schäden an den Einrichtungsgegenständen verursacht, kann der Vermieter Schadensersatz von Ihnen fordern.

 

Anders sieht die Rechtslage aus, wenn Sie die Gegenstände vom Vormieter oder vom Vermieter abgekauft haben. Dann sind es grundsätzlich Ihre und Sie können sich allenfalls noch fragen, ob der Abstand, den Sie gezahlt haben, wirklich angemessen für den alten Gegenstand war.