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Helden des Alltags im NDR

NDR 1 rückt Obdachlosigkeit von HEMPELS-Verkäufern in den Mittelpunkt

HEMPELS 221 / September 2014

Das Besondere ist normal

Der Dokumentarfilm „Nachbarn rollen vorüber“ zeigt das Leben Schwerstbehinderter

Es fällt ihnen schwer, ihre Gedanken zum Ausdruck zu bringen, mühsam versuchen sie einzelne Worte zu formulieren. Und was jetzt gleich zu Anfang auf den Betrachter auch beklemmend wirken könnte, skizziert ohne falsche Betroffenheit doch einfach bloße Normalität. Ute und Stefan, zwei erwachsene Schwerstbehinderte mit körperlichem und geistigem Handicap, erzählen langsam in die Kamera, was es für sie bedeutet, mit Behinderung zu leben. „Dass ich nicht machen kann, was gesunde Menschen machen können“, sagt sie. „Aber ich bin nicht traurig deshalb“, fügt er hinzu, „klar habe auch ich gute und schlechte Tage“. Es sind Sätze, die den Rahmen schaffen für einen ungewöhnlichen Dokumentarfilm über eine Wohnstätte für schwerstbehinderte Menschen in Kiel-Kronshagen, die Claus-Sinjen-Straße der Werk- und Betreuungsstätte GmbH. Ein Jahr lang haben die Filmemacher Linnéa Kviske und Michael Sindt Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuer und einige Eltern mit der Kamera begleitet.

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Armut hat viele Gesichter

Foto: bernhard pixler/pixelio

Obdachlose und Alte sind betroffen, Roma-Familien und Mittelschicht-Angehörige

Kürzlich in einem Supermarkt in einer größeren Stadt: Eine Weile schon hatte man diesen Unbekannten unsicher durch den Laden wandern gesehen, Anfang Vierzig vielleicht, gepflegtes Äußeres, das karierte Hemd gebügelt. Mal wirft er einen Blick hier in den Gang, dann dort in den nächsten. Irgendwann, als man mit ihm allein ist vor einem dieser Verkaufsregale, fasst er sich ein Herz: Er schäme sich, diese Frage zu stellen, aber ob man mit ein, zwei Euro helfen könne? Armut in Deutschland hat ihr Gesicht verändert. Waren es vor 15 Jahren noch vor allem ältere Männer mit längeren Bärten, die betteln mussten, ist materielle Not mittlerweile längst in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen an­­ge­­kommen. Armut ist heute männlich und weiblich, jung und alt, sie trifft alleinerziehende Mütter ebenso wie aus dem Berufsleben gerissene Männer. Familien mit minderjährigen Kindern sind betroffen. Und angesichts der Zuwanderung aus Osteuropa hat Armut auch ausländische Wurzeln. Wer arm ist, lässt sich mit dem ersten Augenschein allein nicht mehr erkennen, Armut ist längst in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu Hause.

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Verdammt eng hier

Textilarbeiter aus der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh (Foto: REUTERS/Chor Sokunthea).

Foto-Essay über einige Auswirkungen der Überbevölkerung

Mehr als sieben Milliarden Menschen leben jetzt auf der Erde, und die Zahl steigt weiter. Überbevölkerung wird zu einem weiteren Problem, welches das Bevölkerungswachstum mit sich bringt – zusätzlich zu steigender Umweltbelastung, Nahrungsmittelknappheit und schwindenden Energiereserven. In Asien lebt mehr als die Hälfte aller Menschen. Unser Foto-Essay mit Aufnahmen der Agentur Reuters zeigt einige Auswirkungen der Überbevölkerung auf die Wohn- und Transportsituation in mehreren Ländern. 

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„Mein Ziel ist, die Krankheit zu besiegen“

Marc Wisotzki, 28, aus Flensburg verkauft am Südermarkt in der Innenstadt

Meine Kunden wissen es sicherlich: Wenn ich an meinem Flensburger Verkaufsplatz am Südermarkt, Ecke Rote Straße stehe, dann spreche ich sie nur selten direkt an. Meistens stehe ich einfach da mit der Zeitung in der Hand und warte, dass mir jemand ein Exemplar abkauft. Dass ich die Passanten nicht von mir aus anspreche, hat damit zu tun, dass es mir grundsätzlich schwerfällt, Gespräche mit anderen Menschen zu führen. Ich leide an einer Psychose und bin deshalb seit einiger Zeit krankgeschrieben. Medikamente helfen mir, mit dieser Krankheit umgehen zu können. Zu tun habe ich mit der Psychose seit zehn Jahren, als mein Vater starb. Vermutlich hat sie aber auch mit meiner Drogenabhängigkeit in der Vergangenheit zu tun. Mein ganz großes Ziel ist, diese Krankheit erfolgreich zu besiegen, damit sie irgendwann Geschichte wird.

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