In eigener Sache

Videobericht über unsere Verkäuferin Inken Janssen

Thomas Heyse ist freiberuflicher Filmemacher aus Flensburg, der uns...

Helden des Alltags im NDR

NDR 1 rückt Obdachlosigkeit von HEMPELS-Verkäufern in den Mittelpunkt

Neues Fahrzeug für HEMPELS

Unser bisheriger, in die Jahre gekommener Kombi mit einer...

HEMPELS 205 / Mai 2013

Die Menschenrechtszeugin

Titelfoto: Klinner-Krautwald

Fanny Dethloff ist täglich mit größter Not und Verzweiflung konfrontiert: Als Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche will die Pastorin den Menschen ein Leben in Würde ermöglichen, die bei uns Zuflucht suchen. Was treibt sie an? Ein Porträt

Auch heute wollen sie wieder was von ihr. Fanny Dethloff sitzt bei sich im Büro, und ein Polizeibehördenmitarbeiter sucht mal eben telefonisch nach Antworten, um ein paar Dinge besser verstehen zu können. Später ist sie mit einer Oppositionspolitikerin des Hamburger Landesparlaments verabredet. Jetzt hat sie sich erst mal zwei Stunden Zeit genommen für ein Gespräch mit HEMPELS. Fanny Dethloff, ordinierte Pastorin und 53 Jahre alt, ist eine weithin anerkannte und gefragte Gesprächspartnerin. In ihrem Amt als Flüchtlings- und Menschenrechtsbeauf­tragte der Nordkirche verkörpert sie eines der bekanntesten sozialen Gesichter Norddeutschlands.

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Dem Leben eine Bühne gebaut

Teilansicht der Gaardener Fotowand.

Im Kieler Stadtteil Gaarden bietet eine 35 Meter breite Fotoinstallation einen außergewöhnlichen Blick auf die Bewohner. Macherin dieses Projekts ist unsere Fotografin Heidi Klinner-Krautwald

Es ist ein Hingucker, wie man ihn in kaum einer anderen Stadt findet: Insgesamt zwölf großformatige Fotos ermöglichen an einer 35 Meter breiten Gebäudefront im Kieler Stadtteil Gaarden einen außergewöhnlichen Blick auf die dort lebende Bevölkerung. 60 Frauen, Männer und Kinder hatten sich vergangenen Spätsommer im Werftpark an einer großen gemeinsamen Tafel zu einem Nachbarschaftsfest getroffen, bei dem sie von der auch für HEMPELS arbeitenden Fotografin Heidi Klinner-Krautwald  in Szene gesetzt wurden. Ende April wurden die auf wetterfeste Alu-Dibond-Tafeln gedruckten Aufnahmen – jeweils zwei Meter hoch und bis zu 4,20 Meter breit –  als dauerhafte Fotoinstallation an der Außenfassade eines Supermarktes am Karlstal befestigt.

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Gefangene schreiben über ihre Familien

Neue Texte aus der HEMPELS-Schreibwerkstatt in der JVA Lübeck

Für die meisten Gefangenen in den Gefängnissen hat der Kontakt zu Freunden und Angehörigen eine besondere Bedeutung: Sie sind die Brücke hin zum alltäglichen Leben „draußen“, und nach der Entlassung erhalten sie von ihnen Unterstützung, um wieder Fuß fassen zu können. Dabei sind diese Kontakte oft einer enormen Belastung ausgesetzt – auch Eltern, Geschwister, die eigenen Kinder oder Freundinnen und Freunde sind Opfer einer begangenen Straftat und leiden darunter. Wie gehen Angehörige damit um, wie erleben Gefangene diese besonderen Situationen? Einige Teilnehmer der seit zwei Jahren von HEMPELS in der JVA Lübeck angebotenen Schreibwerkstatt haben sich jetzt dazu Gedanken gemacht. Auch die Eltern eines Langzeitgefangenen beschreiben in einem Text, wie sehr die Straftat ihres Sohnes sie zunächst aus der Bahn geworfen hat. Und wie sie ihn dennoch weiterhin unterstützen. Die von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck geförderte Schreibwerkstatt wird von unserem Redaktionsleiter Peter Brandhorst angeleitet und ist in dieser Form in Deutschland einmalig. In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir eine Auswahl der Texte. Neben in Lübeck inhaftierten Langzeitgefangenen nehmen per Brief weiterhin auch einige Gefangene teil, die inzwischen in die JVA Neumünster verlegt wurden. Mit jedem einzelnen Text erlauben die Gefangenen Einblicke in ungewöhnliche Gefühlswelten. Zugleich ist ihre Textarbeit immer auch eine besondere Möglichkeit der Auseinandersetzung mit belastenden Fragen und Gedanken.

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„Viele Freunde gefunden bei HEMPELS“

Renato Michael Batzke, 60, ist regelmäßiger Gast in unserem Café „Zum Sofa“

Wie sehe mein Leben wohl auch, wenn HEMPELS nicht wäre? Natürlich weiß ich das nicht. Ich weiß jedoch, dass ich bei HEMPELS viele Freunde gefunden habe. Gerne komme ich ins Café „Zum Sofa“ in Kiel, denn es ist immer jemand da, der einem hilft und zuhört, wenn man Sorgen hat. Jeder kennt mich dort unter meinem Spitznamen Mitch. Diese Freundschaften bedeuten mit sehr viel. Und auch ich versuche jeden Tag, für meine Freunde da zu sein und ihnen zu helfen, wenn ich kann. Aufgewachsen bin ich im Schwarzwald, wo ich auch zur Schule gegangen bin und eine Ausbildung zum Werkzeugbauer gemacht habe. Danach arbeitete ich als Betriebsschlosser, bis mich die Reiselust gepackt hat. 

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Alle Texte sind vollständig im aktuellen Mai-Heft zu lesen. Das Heft kann bei unseren landesweit mehr als 150 Verkäufer/innen erworben werden.