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Helden des Alltags im NDR

NDR 1 rückt Obdachlosigkeit von HEMPELS-Verkäufern in den Mittelpunkt

HEMPELS 216 / April 2014

Die verlorene Macht über das eigene Leben

Sechs Jahre ist es her, dass Manu B. Opfer sexueller Gewalt wurde. Seitdem ist im Leben der 50-Jährigen nichts mehr so, wie es vorher war

Auch an diesem Tag beginnt ihre Fahrtvorbereitung im Bad vor dem Spiegel. Make-up auflegen, Augen betonen, lauter Dinge, die ihr früher nicht wichtig waren, als sie noch das andere Leben führte. Als es noch nicht diese Panik gab davor, ungeschminkt von den Menschen draußen als völlig nackt wahrgenommen werden zu können. Zunächst also das gründliche Schminken des Gesichts, „meine Schutzmaske aufsetzen“, wie die 50-Jährige sagt. Die Angst ist ja immer da, man könnte ihr das damals Geschehene mit bloßem Auge ansehen. Dann erst betritt sie vorsichtig das Treppenhaus. Unten durch die Haustürscheiben der beobachtende Blick nach draußen auf die Straße, im Auto schnell die Zentralverriegelung drücken. Bevor sie losfahren kann, zittern die Hände manchmal, immer sind sie schweißnass. Neben ihr auf dem Beifahrersitz sitzt dann ihr Ehemann, einen Führerschein hat er nicht. Seine Aufgabe ist viel wichtiger; ohne ihn würde sie sich nicht mehr trauen, alleine die Wohnung zu verlassen.  Gut sechs Jahre sind inzwischen vergangen, seit das Leben von Manu B. von einem Tag auf den anderen in eine völlig andere Richtung gerissen wurde.

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Letzte Chance Bürgerarbeit

Frank Schmidt (re.) mit Kollegen von der Bürgerarbeit Kiel-Gaarden.

Alle 900 Stellen in Schleswig-Holstein fallen weg - Anschlussperspektiven unklar

Für die betroffenen Frauen und Männer war es die große Chance, wieder Fuß fassen zu können im Arbeitsleben: Die 2011 eingerichteten Bürgerarbeitsplätze sollten Langzeitarbeitslosen die Rückkehr in Arbeit und Beschäftigung ermöglichen. Doch bis Ende dieses Jahres läuft dieses bundesweite Programm aus, sämtliche bisherigen Bürgerarbeiter in Deutschland verlieren dann ihren Job. Im Kieler Stadtteil Gaarden sind deshalb jetzt Bürgerarbeiter aktiv geworden und sammeln in der Bevölkerung Unterschriften, um auf die besondere Problematik aufmerksam zu machen. Einer dieser Bürgerarbeiter, die um ihre Jobs kämpfen, ist der frühere HEMPELS-Verkäufer Frank Schmidt. Als einer von gut 20 City-Supportern unter Regie der Stadtteilgenossenschaft Gaarden ist er regelmäßig im Zentrum des Stadtteils anzutreffen. „Wir kümmern uns um Ordnung und Sauberkeit im Viertel und schlichten auch schon mal bei Streitigkeiten“, sagt der 52-Jährige.

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Allein gelassen

Einige Hausbesitzer scheinen das große Geschäft zu wittern mit Armutsflüchtlingen aus Südosteuropa: Straßenbild aus Kiel-Gaarden. Foto: Klinner-Krautwald.

Mehrere Städte in Schleswig-Holstein sind inzwischen Ziel armer Zuwanderer aus Südosteuropa. Deren Lebensumstände bleiben weiter desolat

Sie sind in den größeren Städten längst nicht mehr zu übersehen, und ihre Not erst recht nicht: Das Schicksal von vor allem aus Bulgarien und Rumänien eingewanderten armen Menschen – oft ganze Familienbünde – beschäftigt Politik und Verwaltung inzwischen in mehreren Schleswig-Holsteinischen Städten. Kiels Sozialdezernent Adolf-Martin Möller sprach kürzlich in einer Sitzung des Sozialausschusses von rund 800 offiziell in der Landeshauptstadt gemeldeten Personen aus diesen beiden Ländern, zumeist Bulgaren, viele von ihnen diskriminierte Roma-Angehörige. Dunkelziffer unbekannt. Auch Flensburg, Lübeck und Neumünster sind laut Städteverband Schleswig-Holstein mittlerweile verstärkt Ziel einer solchen Zuwanderungsbewegung.

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„Wir halten als Familie zusammen“

Das Ehepaar Marior stammt aus Rumänien und verkauft in Laboe und Preetz

Gleich vorweg: Wir sind so was von dankbar, dass wir als HEMPELS-Verkäufer arbeiten können! Denn jetzt haben wir zumindest eine kleine Chance, uns und unsere Familie über Wasser halten zu können. Jeden möglichen Cent legen wir beiseite, um zunächst Christinels Vater helfen zu können. Der lebt weiterhin in unserer rumänischen Heimat und hat in den vergangenen Jahren bereits drei Herzinfarkte erlitten. Er benötigt dringend einen Herzschrittmacher, im Sommer hoffen wir das nötige Geld dafür zusammen zu haben. Wir, Christinel und Ehefrau Lacramioara, stammen aus einem kleinen Dorf in der ostrumänischen Provinz Bacau nahe der moldawischen Grenze. Die ganze Region dort ist von Armut betroffen. Es gibt kaum noch Arbeit, viele Kinder leben auf der Straße, in den vergangenen Jahren sind Zigtausende Bürger vor dem Elend geflohen. Auch wir haben uns vor eineinhalb Jahren auf den Weg gemacht in der Hoffnung, dass es uns anderswo etwas besser als zu Hause ergehen könnte.

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