Diese Geschichten finden Sie in der digitalen Notausgabe Ihrer HEMPELS:

Was bleibt, wenn sich fast alles verändert

Die Corona-Krise hat auch unsere Arbeit bei HEMPELS von Grund auf verändert. Eine Chronik und ein Ausblick

Vielleicht sind einige dieser im Homeoffice verfassten Zeilen – wo auch sonst? – bereits obsolet, wenn Sie sie lesen. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle schildern, wie wir bei HEMPELS mit der Corona-Krise und der von Covid-19 ausgehenden Gefahr umgehen. Stand: Sonntag, 29. März, 18 Uhr. Morgen kann schon alles anders sein. Was aber nicht anders sein wird: Wir werden weiterhin alles tun, um unsere rund 250 Straßenverkaufenden und die vielen Besuchenden unserer Einrichtungen so gut wie möglich zu unterstützen.

Dabei stehen wir vor einem Dilemma. Einerseits wollen wir alle Beteiligten bestmöglich vor einer Infektion schützen. Andererseits wollen wir weiterhin soziale Angebote wie unsere Suppenküche oder unser Treuhandkonto aufrechterhalten. Denn Menschen, die keine eigene Wohnung haben oder nur ganz wenig Geld, trifft diese Krise besonders hart: Wer keinen Job hat, kann nicht in Kurzarbeit gehen – und wer kein Zuhause hat, nicht zu Hause bleiben. Während einige Menschen Klopapier hamstern, fehlt anderen schon heute ihre Mahlzeit.

Weiterlesen können Sie diesen Text in unserer digitalen Notausgabe, die Sie unter diesem Link finden. Der Download ist kostenlos. Trotzdem unsere Bitte: Wer kann und mag, darf uns gerne eine – auch kleine – Spende überweisen. Unser Spendenkonto: Kontoinhaber "HEMPELS e. V.", IBAN: DE13 5206 0410 0206 4242 10

Keine Interaktion mehr möglich

Was die Corona-Zeit für das soziale Leben unserer Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet

Natürlich, die Arbeit als Verkäufer oder Verkäuferin von HEMPELS bedeutet Zuverdienst. Ein äußerst bescheidener Zuverdienst in aller Regel, um die eigene Minimalversorgung halbwegs sicherstellen zu können. Doch zur Minimalversorgung eines Menschen gehören nicht nur Essen und ein Dach über dem Kopf, dazu gehören auch räumliche und körperliche Nähe, der unmittelbare Austausch mit Freunden und auch Fremden, die Möglichkeit, direkt um Hilfe und Unterstützung nachfragen zu können in persönlichen Notlagen.

Jetzt, da viele von uns sich an das Arbeiten im Homeoffice zu gewöhnen versuchen – und wir nebenbei bemerkt plötzlich die Systemrelevanz all der Verkäuferinnen und Verkäufer in den Supermärkten, der Müllwerker, der medizinischen und pflegenden Fachkräfte in den Krankenhäusern erkennen –, jetzt wird auch deutlich, was es bedeutet, wenn wir uns abends mal nicht mit Freunden zum Kinobesuch verabreden oder einfach nur zum Tratsch bei den Nachbarn vorbeischauen können. Kann sein, dass es auch mal ganz gut tut, den Alltag ein wenig zu entschleunigen; genügend Zeit, um mit lieben Freundinnen und Freunden wieder länger zu telefonieren, bleibt uns ja trotzdem. Das ist das eine.

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Überall extreme Notlagen

Menschen wie unsere Verkäuferbetreuerin Cathrina Neubert leisten in diesen Tagen Großes

Auch wenn Cathrina Neubert es selbst niemals so sagen würde: Was unsere Kieler Verkäuferbetreuerin und Sozialberaterin derzeit an Kraft und Zeit in ihre Aufgabe investiert, hat längst ein eigentlich normales Maß überschritten. Aber was ist schon normal in diesen Zeiten? Und so sagt die Sozialarbeiterin, die seit einem dreiviertel Jahr bei uns ihr Anerkennungsjahr absolviert, am Telefon auch nur: "Wenig zu tun ist in diesen Tagen nicht. Aber ich mache das gerne, unsere Verkäuferinnen und Verkäufer und die übrigen Besucherinnen und Besucher unserer Einrichtungen brauchen jetzt jede Hilfe."

Seit wir am 20. März den Verkauf unserer Zeitung zum Schutz aller Beteiligten stoppen mussten, sind Mitarbeiter wie die 33-jährige Neubert praktisch jeden Tag in der Woche für viele Stunden im Einsatz. "Heftig" sei die Situation, sagt sie und meint damit nicht ihre eigenen Umstände, sondern denkt in erster Linie an die Verkaufenden und Hilfesuchende, "es geht um Existenzen, es geht um die Frage des Überlebens und woher sie Geld bekommen für die nötigsten Dinge".

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