Werfen Sie einen Blick in die neue November-Ausgabe von HEMPELS!

Beim Straßenverkauf gelten für unsere Verkaufenden besondere Hygiene- und Abstandsregeln: Sie erhalten infektionshemmendes Schutzmaterial sowie die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand zu ihren Kundinnen und Kunden einen kontaktlosen Verkauf anzubieten. Wie genau der kontaktlose Verkauf funktioniert, können Sie unter diesem Link nachlesen.

»Wie Haft mir hilft«

Neue Texte von Gefangenen aus den JVAs in Lübeck und Neumünster

Kein Strafgefangener bleibt unbeeindruckt von seiner Haftzeit. Fremdbestimmt und von Familie, Kindern und Freunden getrennt zu sein ist in jedem Fall belastend. Aber wenn Haft Veränderungen im Verhalten bewirken soll, um künftig straffrei zu leben, dann muss sie immer mehr sein als reines Einsperren – nur Wegsperren bessert keinen Menschen.

Resozialisierung lautet die zentrale Aufgabe, die Auseinandersetzung mit eigener Tat und Schuld gehört genauso dazu wie die Stärkung des eigenen Wertesystems. Strafgefangene wissen in der Regel, warum sie in Haft sind. Etliche setzen sich mit ihren Taten deshalb intensiv auseinander mit dem Ziel, nach Haftentlassung draußen wieder weitgehend vorurteilsfrei Fuß fassen zu können – wichtige Voraussetzung, um nicht rückfällig zu werden.

Zunächst nur in der JVA Lübeck und mittlerweile auch in der JVA Neumünster bietet HEMPELS Gefangenen eine kreative Schreibwerkstatt an. Einige der Teilnehmer haben jetzt Texte geschrieben, wie die Haft ihnen hilft auf dem Weg raus aus der Straffälligkeit. Unser von Redaktionsleiter Peter Brandhorst angeleitetes Schreibwerkstatt-Projekt ist in dieser Form deutschlandweit einmalig und wurde 2015 mit dem Ingeborg-Drewitz-Preis ausgezeichnet.

Alle Gefangenentexte, zu denen Grafiker Tim Eckhorst jeweils exklusiv eine Illustration gestaltet hat, können Sie in der November-Ausgabe von HEMPELS nachlesen! Erhältlich bei unseren Straßenverkaufenden ab Freitag, 30. Oktober!

Seht her!

Aufnahmen des Fotografen Bernd Bünsche zeigen die große Not armer Menschen

Schon die Corona-Pandemie und der damit im Frühjahr verbundene Lockdown hat den Alltag obdachloser und armer Menschen hart getroffen, auch jetzt in der kalten Jahreszeit sind auf den Straßen wieder viele bedürftige Menschen anzutreffen. Man sieht sie überall in den Städten mit ihren selbst gemalten Schildern, auf denen um kleine Spenden gebeten wird.

Der Fotograf Bernd Bünsche, promovierter Kunsthistoriker und früherer Chefrestaurator im Landesmuseum Schloss Gottorf, hat das zum Anlass genommen, einige dieser Hilferufe, wie er es nennt, zu fotografieren. Er will die Not dieser Menschen sichtbar machen, will, dass deren Hilferufe nicht ungehört verhallen und hat dabei so fotografiert, dass nur die Schilder zu erkennen sind, dass niemals ein voyeuristischer Blick auf die Person möglich ist. Bünsches Aufnahmen von manchmal mit Sorgfalt und Liebe gestalteten Schrifttafeln, manchmal auch von in Eile und gemäß vorhandener Schreibkenntnis gefertigten entstanden in Kiel.

Die Fotos von Bernd Büsche finden Sie im neuen Heft unseres Straßenmagazins!