Werfen Sie einen Blick in die neue September-Ausgabe von HEMPELS!

Beim Straßenverkauf gelten für unsere Verkaufenden besondere Hygiene- und Abstandsregeln: Sie erhalten infektionshemmendes Schutzmaterial sowie die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand zu ihren Kundinnen und Kunden einen kontaktlosen Verkauf anzubieten. Wie genau der kontaktlose Verkauf funktioniert, können Sie unter diesem Link nachlesen.

Kein Kinderkram

Bis in die 1970er Jahre wurden viele Hunderttausend Kinder bei Aufenthalten in Kurheimen misshandelt, auch in Schleswig-Holstein. Erst jetzt beginnt die Aufarbeitung des erlittenen Leids. Eine Begegnung mit Betroffenen

Die Erinnerungen hätten sie bis heute nie losgelassen, sagt Anna. 59 ist sie inzwischen, »und ich muss irgendwo nur das Wort Amrum hören, schon bekomme ich wieder Beklemmungen«. An die sauer verdorbenen Milchsuppen denkt sie dann, oder an den kleinen Jungen ihr gegenüber im Speisesaal, der seine in den Teller erbrochene Suppe aufessen musste. »Die Erinnerungen hören nicht auf mich zu quälen«, sagt Anna also, wenn sie an ihren damaligen Aufenthalt in einem Kinderheim auf Amrum zurückdenkt, damals 1967, als sie erst fünf Jahre alt war. Und auch daran zurückdenkt, mal eine Nacht auf einer Holzbank verbracht haben zu müssen, in einem Garderobenraum allein im Schlafanzug ohne Decke. »Reine Demütigungen waren das«, sagt Anna heute, »kindlicher Wille sollte gebrochen werden.«

»Vor diesem Aufenthalt war ich ein kleines und dünnes Kind ohne Krankheiten, sehr lebhaft und vielseitig interessiert«, so Anna heute, »danach habe ich mich häufig verweigert.« Mit 16 habe es eine Phase gegeben, »da wollte ich meine Sorgen auch mal wegtrinken, später habe ich es mit einer Therapie versucht«. Seit 14 Jahren ist die frühere Sachbearbeiterin nun frühverrentet, »wegen Depressionen«. Und jetzt? »Jetzt ist es ein großes Glück für mich, all die anderen Menschen kennengelernt zu haben.«

Den ganzen Bericht finden Sie in unserer September-Ausgabe. Ihr Exemplar bekommen Sie ab Dienstag, 1. September, bei den Straßenverkaufenden Ihres Vertrauens!

Kulturhappen

Wer wenig Geld hat, ist oft vom kulturellen Leben ausgeschlossen. Daran wollen mehrere Kulturtafeln in Schleswig-Holstein etwas ändern. Ein Besuch in Lübeck

Dass er als Rentner nur Grundsicherung bekommt, keine eigene Wohnung hat und in einem Wohnheim übernachtet – darüber verliert Rudi nicht viele Worte. Schnell hakt er seine Lebensumstände ab. Sie scheinen ihm nicht unangenehm zu sein, doch findet er ein anderes Thema viel spannender: Schlagermusik.

Über Schlager-Stars wie Drafi Deutscher oder Wolfgang Petry plaudert der 71-jährige Lübecker wie über alte Weggefährten. »Ich war in meinem Leben schon auf über hundert Konzerten!« Sein bisher letztes: Vicky Leandros. »Ein absolutes Highlight, ich bin Riesenfan.« Beim Auftritt der Sängerin in Lübeck war Rudi einer von rund 2000 Besuchern. Selbst hätte er sich das Ticket nicht leisten können, sagt er. Trotzdem hatte er eines – vermittelt von der Kulturtafel Lübeck.

Wie sich die Kulturtafel Lübeck für gesellschaftliche Teilhabe einsetzt – das erfahren Sie in unserem September-Heft!

Europas letzte Hoffnung

Ist das noch Satire oder schon Politik? Der Hamburger Nico Semsrott macht einfach beides gleichzeitig. Seit über einem Jahr sitzt er für »Die PARTEI« im Europaparlament – und interessiert auf seinen Social-Media-Kanälen Hunderttausende für sperrige Themen. Jetzt plant er sogar eine Late-Night-Show

Wie man mit Satire Politik macht, wusste Nico Semsrott schon 2005: Als die Schulleitung des Hamburger Sophie-Barat-Gymnasiums seine Schülerzeitung verboten hatte, wollte der junge Redakteur das nicht auf sich sitzen lassen. Kurzerhand wandelte der 19-Jährige ein Dixi-Klo vor der Schule zum Zeitungskiosk um. Aufschrift: »Schülerzeitungsverbot? Da scheiß ich drauf!«

Viele Medien berichteten damals über den »Kampf um die Pressefreiheit« an der katholischen Privatschule, auch die Hamburger Bürgerschaft befasste sich damit. »Ich hatte auch Angst, dass ich von der Schule fliege, aber es hat irre viel Spaß gemacht«, erinnert sich Semsrott. 15 Jahre später sitzt er im Europäischen Parlament in Brüssel.

Weiterlesen können Sie diesen Bericht in der neuen Ausgabe unseres Straßenmagazins, erhältlich ab Dienstag, 1. September!

Mit Dank an Hinz&Kunzt / INSP.ngo