Werfen Sie einen Blick in die neue April-Ausgabe von HEMPELS!

Beim Straßenverkauf gelten für unsere Verkaufenden besondere Hygiene- und Abstandsregeln: Sie erhalten infektionshemmendes Schutzmaterial sowie die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand zu ihren Kundinnen und Kunden einen kontaktlosen Verkauf anzubieten. Wie genau der kontaktlose Verkauf funktioniert, können Sie unter diesem Link nachlesen.

Gute Seelen

Früher wäre Florian Künstler fast selbst mal obdachlos geworden. Jetzt hat der Lübecker Liedermacher einen Plattenvertrag – und ein musikalisches Plädoyer veröffentlicht für einen menschlichen Umgang mit jenen, die auf der Straße leben. Ein Spaziergang durch die Altstadt

Eigentlich ist man mit ihm verabredet, um spazieren gehend über seine Künste zu sprechen. Sänger und Musiker ist Florian Künstler ja, seit kurzem beim sehr großen Label Sony unter Vertrag, und dass er – nebenbei bemerkt – tatsächlich diesen Nachnamen trägt, ist reiner Zufall und kein Marketingspielchen irgendwelcher Plattenfritzen. Seine Songs als Liedermacher also, darum soll es gehen, vor allem um seine erste Single natürlich, »Diese Straßen«, ein Plädoyer für einen menschlichen und empathischen Umgang mit Obdachlosen.

Und jetzt stoppt man da in der Lübecker Altstadt auf einer dieser Straßen für einen Moment, stoppt vor einem leeren Kaufhaus, neben einer alten Matratze und allerhand Tüten, Dosen und Decken. Und der dort auf der eiskalten Platte hockende Obdachlose sagt zu Florian Künstler: »Stimmt, ich erinner mich, du warst erst neulich mit dem Bus hier.«

Diesen Bericht finden Sie in der aktuellen HEMPELS-Ausgabe. Ihr Exemplar bekommen Sie ab Mittwoch, 31. März, bei den Straßenverkaufenden Ihres Vertrauens!

»Ein Dach über dem Kopf wahrt Würde«

In einer großen Interview-Reihe wollen 20 deutsche Straßenmagazine vor der kommenden Bundestagswahl von Berliner Politikspitzen Antworten zu sozialen Fragen hören. Den Anfang macht diesen Monat Grünen-Co-Chef Robert Habeck

Herr Habeck, vor Ihnen sitzen 20 deutsche Straßenzeitungen, angesiedelt zwischen Schleswig-Holstein und München, Düsseldorf und Dresden. Gemeinsamer Nenner unserer Fragen: Wie rot sind diese Grünen eigentlich, die womöglich ab Herbst mitregieren?

Wenn mit »rot« gemeint ist, eine gerechtere, sozialere Gesellschaft zu schaffen, kann ich sagen: Wir haben in den letzten drei Jahren unser sozialpolitisches Profil deutlich geschärft.

Tatsächlich will Ihre Partei Hartz IV abschaffen und durch eine »Grundsicherung« ersetzen, eine staatliche Leistung, die mehr Geld verspricht und an weniger Bedingungen geknüpft wäre. Der Einstieg in ein bedingungsloses Grundeinkommen?

Es ist richtig, dass wir Hartz IV überwinden wollen. Wir wollen eine Garantiesicherung, damit jede und jeder verlässlich vor Armut geschützt ist. Sie sollte mit mehr Geld mehr Teilhabe ermöglichen und Anreize geben anstatt die Menschen mit Sanktionen zu gängeln. Von einem bedingungslosen Einkommen unterscheidet sich das, weil es eben doch an eine Bedingung geknüpft ist: Die Garantiesicherung sollen die erhalten, die es brauchen.

Das ganze Interview weiterlesen können Sie im April-Heft unseres Straßenmagazins!

Das Interview im Namen von 20 deutschen Straßenzeitungen – unter ihnen wir von HEMPELS – hat Annette Bruhns geführt, Chefredakteurin von Hinz&Kunzt in Hamburg. Das exklusive Habeck-Interview ist in diesem Superwahljahr Auftakt einer Reihe von Interviews mit Spitzenpolitikerinnen und -politikern der im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien zu sozialen Fragen. Im kommenden Monat wird SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz an der Reihe sein.

Was immer hilft

Für Obdachlose ist jeder Winter gefährlich. Zusätzlich erschwert wurde ihre Lage diesmal durch den Lockdown. Wir haben mit einem Mann gesprochen, der selbst keine Wohnung hat und oft mit Obdachlosen über ihre Sorgen spricht

»Eine ganz schwierige Zeit für Obdachlose«, sagt Muck. Man erreicht den HEMPELS-Verkäufer im Café »Zum Sofa«, einem Kieler Tagestreff für Wohnungslose und Bedürftige. Weil Muck kein eigenes Handy besitzt, hat ihm unsere Verkäuferbetreuerin ihres geliehen.

Wer mit jemandem telefoniert, der sich gerade im »Sofa« aufhält, den erwartet meist eine Soundkulisse: ein Hintergrundrauschen aus Gelächter und Geschnacke, aus Stühlen, die gerückt werden, und Hunden, die bellen. So kannte man es. Nun, im Frühjahr 2021, ist außer Mucks Stimme nichts zu hören. Der Grund: Seit dem Lockdown dürfen sich maximal acht Personen im Café aufhalten, sonst waren es im Winter bis zu 50. Zudem mit Abstand voneinander sowie bei regelmäßiger Durchlüftung, weshalb die meisten Gäste wie Muck auch drinnen ihre Jacken tragen.

Nachlesen können Sie diesen Beitrag in unserer neuen Ausgabe. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!