Werfen Sie einen Blick in die neue November-Ausgabe von HEMPELS!

Beim Straßenverkauf gelten für unsere Verkaufenden besondere Hygiene- und Abstandsregeln: Sie erhalten infektionshemmendes Schutzmaterial sowie die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand zu ihren Kundinnen und Kunden einen kontaktlosen Verkauf anzubieten. Wie genau der kontaktlose Verkauf funktioniert, können Sie unter diesem Link nachlesen.

»Warum mir in der Haft Gruppenarbeit hilft«

Neue Texte von Gefangenen aus den JVAs Neumünster und Lübeck

Wenn Menschen in Haft kommen, dann bedeutet das immer auch eine Auseinandersetzung mit schwerwiegenden Problemfeldern: Warum ist jemand straffällig geworden? Wie gelingt es, nach der Haft ein straffreies Leben führen zu können?

Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg der Resozialisierung ist Gruppenarbeit – therapeutische ebenso wie der Freizeitgestaltung dienende Gruppen. In jeder JVA gibt es verschiedene Angebote – kreative und künstlerische Gruppen, religiöse und sportliche Aktivitäten, Angebote zur Weiterbildung oder auch zur Aufarbeitung von Suchtproblematiken sowie von eigener Tat und Schuld. Gefangene lernen dabei, mit ihren Problemen umzugehen, um auf die Zeit nach der Haft gut vorbereitet zu sein. Gruppen wirken mit ihrer Arbeit präventiv, fördern die Eigeninitiative der Gefangenen und führen auch zu größerer Ausgeglichenheit im Haftalltag.

Seit gut zehn Jahren bietet HEMPELS unter Anleitung von Redaktionsleiter Peter Brandhorst eine Schreibwerkstatt für Gefangene an, zunächst nur in der JVA Lübeck und inzwischen auch in der JVA Neumünster. Auf den folgenden Seiten beschreiben einige Teilnehmer, wie ihnen die Gruppenarbeit hilft auf dem Weg raus aus der Straffälligkeit.

Unsere kreativen Schreibwerkstätten in den beiden großen JVAs Schleswig-Holsteins sind in dieser Form deutschlandweit einmalig und wurden 2015 mit dem Ingeborg-Drewitz-Preis ausgezeichnet.

Die Gefangenentexte, zu denen Grafiker Tim Eckhorst Illustrationen gestaltet hat, können Sie in der November-Ausgabe von HEMPELS nachlesen! Erhältlich ab Montag, 1. November – und das natürlich wie immer nur bei den Straßenverkaufenden Ihres Vertrauens.

Nachgeforscht

Studierende der Uni Kiel haben unsere 25-jährige Geschichte untersucht. Das zeigt auch, welche Bedeutung HEMPELS inzwischen hat

»Sich treu bleiben in Zeiten des Wandels«: So lautet der Untertitel eines Artikels, den die Studierenden und ihr Dozent besprechen. In dieser letzten Sitzung des Semesters treffen sie sich zum ersten Mal in einem Raum, der nicht digital ist; coronabedingt fand ihr Seminar bisher an Bildschirmen statt. Für ihre Texte haben sie wochenlang recherchiert. Und die haben alle eines gemeinsam: Ihr Thema ist HEMPELS. (Die Artikel der Kieler Studierenden können Sie, liebe Leserinnen und Leser, übrigens hier nachlesen.)

Wer in Kiel Geschichte studiert, konnte diesen Sommer Veranstaltungen etwa zur »Hanse im Mittelalter« belegen – oder zum »Papsttum in der Frühen Neuzeit«. Doch auch dieser Eintrag fand sich im Vorlesungsverzeichnis der Christian-Albrechts-Universität: »Projektseminar zur Geschichte der Neuzeit: 25 Jahre 'Hempels'. Die Geschichte von Straßenmagazinen schreiben«. »Als ich darauf gestoßen bin, dachte ich: Huch, das ist ja mal was ganz anderes. Und klingt interessant«, sagt Hannes Ströh. Der 22-Jährige ist einer der sechs Teilnehmenden.

Weiterlesen können Sie den Bericht über das HEMPELS-Seminar in unserem neuen Heft. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Druck und Schikane

Es sind schwere Vorwürfe von Beratungsstellen: Menschen aus Südosteuropa, die in Deutschland leben und arbeiten, würden von Behörden diskriminiert – und damit in Armut und Obdachlosigkeit getrieben

»Diskriminierungen sind keine Ausnahmen – sie sind die Regel«, sagt Irina Mortoiu: Das sei der Eindruck, den sie in ihrer täglichen Arbeit gewinne. Die 47-Jährige arbeitet beim Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt als Sozialarbeiterin. Sie hat beobachtet, wie Klientinnen und Klienten aus Südosteuropa von Jobcenter und Familienkasse immer wieder Steine in den Weg gelegt bekommen, wenn sie Hartz IV, Mietzuschüsse oder Kindergeld beantragen.

Seit 2007 sind Rumänien und Bulgarien Teil der Europäischen Union, seit 2014 genießen ihre Bürger volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Das bedeutet: Sie können sich in anderen EU-Staaten aufhalten, dort arbeiten – und wenn nötig Hilfen beantragen. Zwar versuchen Deutschland und andere Staaten, einen Teil der Zugewanderten per Gesetz von Sozialleistungen auszuschließen. Doch wer hier einen Job hat oder hatte, dem steht Hilfe zu. Eigentlich. Denn Irina Mortoiu erlebt regelmäßig, wie Menschen, bei denen kein Zweifel an ihrer Leistungsberechtigung besteht, diese Hilfe verweigert wird.

Mit Dank an Hinz&Kunzt / INSP.ngo

Den ganzen Bericht finden Sie ab sofort in unserer November-Ausgabe!