Werfen Sie einen Blick in die neue Juni-Ausgabe von HEMPELS!

Beim Straßenverkauf gelten für unsere Verkaufenden besondere Hygiene- und Abstandsregeln: Sie erhalten infektionshemmendes Schutzmaterial sowie die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand zu ihren Kundinnen und Kunden einen kontaktlosen Verkauf anzubieten. Wie genau der kontaktlose Verkauf funktioniert, können Sie unter diesem Link nachlesen.

Unter Dach und Fach

Vor gut zwei Jahren haben wir in Kiel ein erstes Haus gekauft, in dem jetzt auch zuvor wohnungslose Menschen leben. Wie ergeht es ihnen dort? Zu Besuch bei einem, der viel zu erzählen hat

»Vielleicht kommt noch eine Couch rein, vielleicht aber auch nicht. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Couches.« Mit einem Zollstock in der Hand steht Turan in seinem Wohnzimmer. Zwei Spiegel möchte der 57-Jährige neben dem Fenster anbringen. Passen genau, misst er nach. Neben den Wohnzimmertisch würde auch gut eine Couch passen. Warum er trotzdem kein großer Fan davon ist? »Weil ich so oft bei irgendwem auf der Couch pennen musste, als ich noch keine eigene Wohnung hatte.«

Turan war seit Ende der 1980er Jahre immer wieder für längere Zeit wohnungslos: Oft schlief er dann bei Freunden, manchmal in Notunterkünften. Und viele Nächte musste er in einem Schlafsack auf der Straße verbringen. »Wenn du obdachlos bist, geht es nur darum zu überleben – einige meiner Freunde hat das Leben auf der Straße etwa durch die Kälte gesundheitlich so geschädigt, dass sie gestorben sind«, sagt Turan, und steckt seinen Zollstock zurück in die Hosentasche. Seit August 2019 hat er wieder eine eigene Wohnung: Turan wohnt im Haus, das unsere Stiftung »HEMPELS hilft wohnen« Ende 2017 in Kiel für 370.000 Euro erworben hat. In den zwölf Wohnungen darin leben auch Menschen, die zuvor wohnungslos waren.

Den ganzen Bericht über das HEMPELS-Haus sowie Bewohner Turan finden Sie in unserer Juni-Ausgabe. Ihr Exemplar bekommen Sie schon ab heute (Dienstag, 26. Mai) bei den Straßenverkaufenden Ihres Vertrauens!

Was Köche können

Im Corona-Lockdown mussten auch Einrichtungen schließen, die Wohnungslosen eine Mahlzeit anbieten. Um sie trotzdem zu versorgen, haben Kieler Gastronomen und Stadtmission die SattMission gegründet

Rückruf wie versprochen nach Feierabend. »Was kann ich?«, fragt Christopher Winkler in den Hörer und gibt sich sofort selbst die Antwort: »Kochen.« So weit, so erwartbar, ist der 42-Jährige doch Koch von Beruf. Weniger erwartbar, für wen er das jeden Tag seit Ende März tut: für Wohnungslose.

Als die Corona-Pandemie auch Schleswig-Holstein erreichte, hatte der Chef von »Guthaben Kantinen und Catering« in Kiel von jetzt auf gleich »bitter wenig zu tun«. »Doch ich wollte nicht nur rumsitzen, sondern Leuten helfen, die die Krise härter trifft.« Als Koch mit neuerdings viel Zeit und weiterhin einer »Riesen-Küche«, wie er sagt, wandte er sich an die Stadtmission. Sein Anliegen: »Mich damit einsetzen, was ich kann.« Kochen.

Wie sich Kieler Köche und Stadtmission trotz Corona-Krise für Wohnungslose engagieren – das erfahren Sie ab sofort in der neuen Ausgabe von HEMPELS!

Zurück auf der Straße

Umzugehen mit der Corona-Ausnahmesituation – das haben wir gelernt. Eine Nachricht erfreut besonders: Das Straßenmagazin gibt es endlich wieder dort, wo es hingehört. Ein Blick in einige der Städte, in denen HEMPELS erscheint

Wir von HEMPELS machen ein Straßenmagazin, genauer: ein soziales Straßenmagazin für Schleswig-Holstein. So ist es seit fast 25 Jahren und so soll es sein. Eigentlich. Denn aufgrund der Corona-Krise gab es im April eine ausschließlich digitale Notausgabe. Internet statt Straße also – für Sie, liebe Leserinnen und Leser, und für uns sicher ungewohnt. Für unsere Straßenverkaufenden aber ein echtes Problem, fielen ihnen damit doch Zuverdienst und soziale Kontakte weg. Seit Anfang Mai sind wir nun wieder dort, wo wir hingehören: auf der Straße.

Zunächst die Situation in Kiel: Unsere Redaktion und Teile der Verwaltung arbeiten weiterhin aus ihrem Homeoffice; doch jeden Tag sind auch mehrere Mitarbeitende in voneinander getrennten Schichten in der Schaßstraße, damit sie die Menschen aus unserem Umfeld versorgen. Hört man sich dort um, ist das die schönste Nachricht seit Beginn der Pandemie: HEMPELS erscheint wieder gedruckt. »Am ersten Tag des Verkaufsstarts habe ich echt viele glückliche Gesichter gesehen«, sagt Mitarbeiter Alexander Hertz-Kleptow.

Wie sich die Arbeit von HEMPELS und unseren Kooperationspartnern in Flensburg, Husum, Kiel und Lübeck während der Corona-Krise entwickelt hat, können Sie in unserer Juni-Ausgabe nachlesen – out now!