HEMPELS Strassenmagazin

„Mein Grab war schon geschaufelt“

 

Ein Leben nach Süchten und Saufen

Viele Jahre war Jörg Michels suchtkrank, bevor er mit Mitte 40 noch eine Ausbildung gemacht hat. Inzwischen trainiert das frühere Mitglied der HEMPELS-Fußballer eine Vereinsmannschaft aus Flüchtlingen und wurde dafür vom Ministerpräsidenten ausgezeichnet.

Er kann auch mit den Augen lachen. Die ganze Zeit schon erzählt Jörg Michels von seinem Leben früher und heute, von durchlittenen Niederlagen und erkämpften Erfolgen, und wenn mal nicht seine glucksende Stimme zu hören ist, dann strahlt der 49-Jährige doch fast immer über das ganze Gesicht. „Ich freue mich einfach über jeden Tag“, sagt Michels irgendwann und lacht wieder laut, „mein Grab war ja schon geschaufelt“.

Eine Geschichte soll hier erzählt werden, die so nur selten geschrieben werden kann. Die Geschichte eines Lebens, in dem 30 Jahre lang Süchte und Saufen fast die einzigen Konstanten waren und in dem sich Jörg Michels an zehn Jahre kaum mehr als schemenhaft erinnert.

Lesen Sie weiter im aktuellen Magazin. Sie erhalten es ab Monatsbeginn bei Ihrem Straßenverkäufer und zum Monatsende bei uns als PDF zum Download.

 

 

Und nun?

 

 

Alltag nach dem Knast

Vor über 15 Jahren hat Thorben Fock einen Menschen getötet. Jetzt ist er aus der Haft entlassen worden und versucht im neuen Alltag draußen zurechtzukommen

Als es endlich so weit ist, spürt Thorben Fock vor allem Zweifel und Ängste. 15 Jahre und 23 Tage hat er gewartet auf diesen Tag. Und nun: Plötzlich kein Gefühl der Freude da. „Vielleicht kommt das ja noch“, sagt Fock, vielleicht wird ja alles so, wie er es sich so lange vorgestellt und erhofft hat.

Ende Januar, ein Montagnachmittag kurz vor vier. Thorben Fock tritt aus dem offenen Vollzug der JVA Neumünster nach draußen, ein letztes Mal den Zugang des Ortes hinter sich schließen, wo er auf seinen Alltag in Freiheit vorbereitet wurde. Fock macht sich jetzt auf in die Innenstadt. Dort in einem Schnellrestaurant arbeitet seine Freundin als stellvertretende Schichtleiterin; als Knast-Freigänger hatte er sie etliche Monate vorher kennengelernt, künftig werden sie in ihrer Drei-Zimmer-Wohnung zusammenleben. Fock scheint angekommen im Alltag draußen.

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Husum: HEMPELS feierte 20-Jähriges

 

Prominente Repräsentanten der Stadt würdigten Bedeutung der Zeitung

Manch Wochenmarktbesucher in Husums Altstadt schaute im ersten Moment überrascht. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass hohe Repräsentanten von Stadt und evangelischer Kirche mitten im Marktgeschehen eine neue HEMPELS-Ausgabe verkaufen. Bürgervorsteher Peter Empen, Probst Jürgen Jessen-Thiesen und Diakoniechef Volker Schümann hatten kürzlich gemeinsam diese Aufgabe übernommen. Anlass war unser 20-jähriges Jubiläum.

Nach unserer großen Feier vergangenen Februar im Kieler Landeshaus war Husum die zweite Station, um das Jubiläum in besonderem Rahmen zu begehen; Veranstaltungen in weiteren Städten werden im Laufe dieses Jahres folgen. „Das wandernde HEMPELS-Sofa“ haben wir diese Reihe getauft. Und so wurde dieses Möbelstück, auf dem wir in jeder Ausgabe einen unserer Verkäufer oder Verkäuferinnen vorstellen, in der Husumer Marienkirche aufgestellt. Bevor die örtlichen Repräsentanten draußen vor der Kirche die Zeitung verkauften, stand drinnen die traditionelle Marktandacht ganz im Zeichen von HEMPELS.

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