HEMPELS Strassenmagazin

Studierende schreiben für HEMPELS

 

Die Märzausgabe ist eine ganz besondere Ausgabe:

Eine Gruppe junger studierender Frauen und Männer von der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) hat die Aufgabe übernommen, Artikel und Reportagen für die Märzausgabe von HEMPELS zu schreiben. Unter Anleitung unseres Redaktionsleiters Peter Brandhorsthaben sie sich ein Semester lang mit allgemeinen Fragen des Journalismus befasst und ihre Kenntnisse praktisch umgesetzt. Einige der Studierenden hatten bereits zuvor erste Erfahrungen im Journalismus gesammelt, andere haben Neuland betreten. Alle waren in den vergangenen Monaten mit Feuereifer bei der Sache. Entstanden sind Texte, die auch die Lebenswelt der Schreibenden spiegeln.

Lesen Sie die Beiträge im aktuellen Magazin. Sie erhalten es ab Monatsbeginn bei Ihrem Straßenverkäufer und zum Monatsende bei uns als PDF zum Download.

 

 

 

Beste Freunde

 

 

Eine Großfamilie mit sechs Kindern und alleinerziehender Mutter? Unsere Autorin ist so aufgewachsen und erzählt...

Ein Kind oder zwei – ja. Aber vier oder mehr? Nein." Solche Sätze bin ich gewöhnt zu hören, wenn ich mit Freunden über Familienplanung rede. Ich befinde mich dann sofort in einem Zwiespalt.

Denn ich bin selbst mit insgesamt fünf Geschwistern aufgewachsen, mein jüngster Bruder wurde vor acht Jahren geboren. Ich weiß also ganz genau, dass ein Leben in einer so großen Familie mit vielen Einschränkungen verbunden ist. Ich weiß aber ebenso, dass jeder einzelne meiner Geschwister – drei sind älter als ich, zwei jünger – ein unersetzlicher Gewinn ist.

Ich wurde in eine Familie hineingeboren, die man in einer solchen Konstellation nicht oft findet. Unser Leben in einer Schleswig-Holsteinischen Kleinstadt war vor allem durch Armut geprägt. Allein musste meine Mutter zunächst fünf Kinder großziehen, unser inzwischen verstorbener Vater und sie lebten getrennt voneinander. Ein weiterers Kind, mein jüngster Bruder, stammt aus der späteren Ehe mit meinem jetzigen Stiefvater. Bis 2008 waren wir auf die Unterstützung von Sozialgeld angewiesen. Meine Mutter war als frühere Mitarbeiterin der Post zwar verbeamtet, hätte jedoch nur nachts arbeiten können.

Lesen Sie die ganze Geschichte in der März-Ausgabe vom HEMPELS-Straßenmagazin.

 

 

Ganz entzückend

 

Ribana und Ise, zwei junge Studentinnen, hatten eine ungewöhnliche Idee: Aus alten Stoffresten fertigen sie neue Unterhosen

Direkt am Kleinen Kiel, einem Binnengewässer im Zentrum der Stadt Kiel, liegt das alte Gebäude der Muthesius Kunsthochschule. Ein Ort, an dem sich kreative Vielfalt unter einem Dach vereint. Jede Menge Werkstätten, Vereine, Startups, soziale und nachhaltige Initiativen, verschiedene Kunstprojekte und diverse Ateliers haben dort ihren Platz gefunden. Seit kurzem auch ein sehr ungewöhnliches Projekt, bei dem es um Unterhosen geht. Und um den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Doch der Reihe nach. Ribana, 23, und Ise, 27, sind zwei junge Medien-Studentinnen der Fachhoschule Kiel und haben neben ihrem Studium einen Arbeitsplatz im alten Gebäude der Muthesius Kunsthochschule. Ein großer, heller Raum bietet genug Platz für Arbeitstische, Nähmaschienen und Kunstwerke. Auch eine kleine Tee-Ecke haben sie sich eingerichtet und eine gemütliche Lounge aus Sofas und einem Tisch, um zwischendurch die Teezeit zelebrieren zu können.

Ise und Ribana haben schon in ihrer Jugend gemerkt, dass sie nicht Teil der heutigen ,"Wegwerfgesellschaft" sein möchten. Sie haben deshalb unter dem Namen ,"Entzückt" ein Projekt der nachhaltigen Produktion von Unterhosen ins Leben gerufen, gefertigt aus anderswo nicht mehr benötigten Stoffen. Denn für sie ist es selbstverständlich, dass Kleidung nicht in den Müll gehört, wenn sie einem nicht mehr gefällt. Die beiden jungen Frauen modifizieren alte Kleidung so, dass sie wieder gefällt, oder sie verwenden Stoffe anderweitig.

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