HEMPELS Strassenmagazin

Papa macht Platte

Kinderhörspiel zu Obdachlosigkeit

Obdachlosigkeit trifft inzwischen viele Menschen. Um auch Kindern das Thema zu erklären, produziert Autorin Andrea Niendorf ein ungewöhnliches Hörspiel. Live aufgeführt werden soll es Anfang September während eines besonderen Aktionstages. Ein Chefredakteur Peter Brandhorst und Fotograf Peter Werner waren bei einer der Leseproben und berichten in HEMPELS...

...Ein Frühlingssamstag in der St. Johannes Kirche im Kieler Stadtteil Gaarden. Um Fantasie und Gefühl, um Interpretation und Ausdruck geht es an diesem Nachmittag, wenn die Soziologin und Kinderbuchautorin Niendorf mit Kindern und erwachsenen Profischauspielern ein ungewöhnliches Projekt vorbereitet: Gemeinsam wird ein Hörspiel erarbeitet, das insbesondere jungen Menschen das Thema Obdachlosigkeit erklären will. Jeden Samstag treffen sie sich, um bei Leseproben an den Charakteren der jeweiligen Rollen zu feilen.

"Papa macht Platte", so der Titel des Kinderhörspiels, soll am 2. September live unter freiem Himmel im Gaardener Werftpark aufgeführt werden und zugleich als Kauf-CD veröffentlicht werden.

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Wie sieht die Zukunft der Wohnungslosenhilfe aus?

Heftige Diskussionen nach Veröffentlichung von Kieler Plänen durch HEMPELS

Wird sich die Wohnungslosenhilfe demnächst in Kiel – und in der Folge auch in anderen Kommunen – drastisch verschlechtern? Was muss getan werden, damit Menschen erst gar nicht ihre Unterkunft verlieren? Um diese Fragen wird heftig diskutiert, seit HEMPELS in der April-Ausgabe als erste Zeitung Pläne der Landeshauptstadt zur Neuausrichtung der Wohnungslosenhilfe öffentlich gemacht hat.

Lesen Sie in der Maiausgabe über die Hintergründe und was die Parteien zu dem Thema zu sagen haben. Beachten Sie das Thema auch in den News auf unserer Website.

 

Ganz praktisch

In einem bundesweit einmaligen Projekt vermitteln Menschen mit Behinderung Wissen in eigener Sache – sie schulen Lehrkräfte

Mausflink kurvt Isabell Veronese schon die ganze Zeit in ihrem Rolli durch den Klassenraum, rasch den Stuhl zur Seite drehen und dann mit fließenden Bewegungen wieder nach vorne rollen. An der Seite klebt Werbung für eine Rollstuhl-Tanzgruppe. Seit fünf Jahren gehört Veronese der an, Rhythmus und geschmeidige Eleganz zeigt sie auch jetzt im Berufsleben und abseits der Tanzflächen.

Ungewöhnlich daran: Veronese ist spastisch gelähmt und wegen einer Hirnschädigung stark sprachbehindert. In einem in der bundesdeutschen Bildungslandschaft einmaligen Projekt vermittelt die 31-Jährige aus dem Rollstuhl heraus als Bildungsfachkraft an Schleswig-Holsteinischen Schulen und Hochschulen die Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen.

Ein Vormittag an der Beuflichen Schule in Husum...

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Widdewidde, finden Sie eine Lösung

Utopien sind unrealistisch? Und Utopisten bloß Fantasten? Vielleicht gibt es dennoch gute Gründe, warum wir utopisch denken sollten. Ein Plädoyer

Denken Sie utopisch! Malen Sie sich einen Staat aus, wie er sein sollte. Seien Sie wie Pippi Langstrumpf: Machen Sie sich Ihren Staat, widdewidde wie er Ihnen gefällt. Nehmen Sie dabei keine Rücksicht auf äußere Zwänge. Es gibt keine Tradition, keine außenpolitischen Beziehungen, keinen Wahlkampf – zumindest nicht, wenn Sie nicht wollen. Ihr Staat folgt nur Ihrem Willen. Welche Gesetze gelten in ihm? Welche nicht? Gibt es überhaupt Gesetze, an die sich Ihr Volk hält?

Im Jahre 1516 begründete der Engländer Thomas Morus mit seinem Roman Utopia das Genre der Utopie. Er setzte seinen Idealstaat auf eine entlegene, Europäern unbekannte Insel. Unbekannte Inseln sind im 21. Jahrhundert rar geworden, vielleicht sollten Sie in die Tiefsee oder auf einen fernen Planeten ausweichen. Sie könnten Ihre Utopie auch in eine ferne Zukunft verlegen. Hauptsache, Ihr Staat wird nicht von irgendwelchen Querulanten belästigt – nur Sie entscheiden.

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