HEMPELS Strassenmagazin

Auf eigenen Füßen stehen

 

Keine Sorgen um das liebe Geld

Was geschieht mit Menschen, wenn sie sich ums Geld keine Sorgen mehr machen müssen? Ein Berliner Projekt will das herausfinden und verlost bedingungslose Grundeinkommen. Astrid Lobreyer aus Bad Oldesloe ist eine der Gewinnerinnen.

Als das neue Leben beginnt, liegt Astrid Lobreyer erschöpft in der Badewanne. Es ist Abend, der Tag war anstrengend, und dass sie sich um ein Grundeinkommen beworben hatte, hat die 52-Jährige in diesem Moment vergessen. Als sie aus der Wanne steigt, klingelt das Telefon. Eine nicht-internetgeübte Freundin bittet sie, in ihrem Namen eine E-Mail zu verschicken. Astrid Lobreyer lässt ihren Computer hochfahren. Auf einmal fällt ihr ein: Heute war doch die Verlosung! Ein paar Klicks später hat sie Gewissheit. Sie hat gewonnen.

„Was würde passieren, wenn Du plötzlich Grundeinkommen hättest?“ Seit August 2014 stellt der Berliner Michael Bohmeyer auf der Webseite mein-grundeinkommen.de diese Frage. Sein Grundgedanke ist: Niemand kennt die Antwort wirklich. Und weil das so ist, muss man es ausprobieren. Also hat der 31-Jährige ein einzigartiges Experiment gestartet: Bohmeyer sammelt Spenden ein von Menschen, die diese Frage so bewegt wie ihn, und verlost mithilfe des Geldes Grundeinkommen. Bewerben kann sich jeder: die Hartz-IV-Empfängerin wie der Millionär.

Lesen Sie weiter im aktuellen Magazin. Sie erhalten es ab Monatsbeginn bei Ihrem Straßenverkäufer und zum Monatsende bei uns als PDF zum Download.

 

 

Ein Interview

 

 

„Rechte Gewalt und Hetze bedrohen den inneren Frieden“

In Nürnberg fanden zwischen 1933 und 1938 die Reichsparteitage der NSDAP statt. Die gigantischen Baureste zeugen vom Größenwahn des nationalsozialistischen Regimes. Seit 2001 befindet sich in der unvollendet gebliebenen und ursprünglich für 50.000 Menschen ausgelegten Kongresshalle das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.

 

Eckart Dietzfelbinger arbeitete 28 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stadt Nürnberg auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände. Im Interview mit dem promovierten Historiker geht es auch um die Frage, welche Bedeutung die Lehren des Dritten Reiches für ein friedliches Miteinander der Menschheit haben.

Das Interview mit dem Historiker vom Dokuzentrum des Nürnberger Reichsparteitagsgeländes lesen Sie im aktuellen Magazin. 

 

 

Arme Menschen bei der Existenzgründung unterstützen

 

Hilfe von der Oikocredit-Genossenschaft 

Die Oikocredit-Genossenschaft steht für ethisches Investment und hilft mit Mikrokrediten.

 

Sie haben drei minderjährige Töchter und leben in Ecuador unter ärmlichen Bedingungen in einer kleinen Hütte, wo sie ihre Wohnung in der oberen Etage lange nur über eine Leiter erreichen konnten. Arbeit hatte das Ehepaar Elena und Vincente nicht, aber irgendwann doch eine Idee. Die Eheleute wollten auf einem Markt selbst produzierte Empanadas verkaufen, kleine Teigtaschen. Seit einigen Monaten tun sie das und können so nun den Lebensunterhalt für die Familie erarbeiten.

 

Möglich gemacht hat das ein Mikrokredit der Oikocredit-Genossenschaft, die armen Menschen in der Welt Geld leiht für kleinere Wirtschaftsprojekte. Einmal 1200 und später weitere 3000 US-Dollar erhielt das Ehepaar, um sich Teigknetmaschine, Töpfe und Ofen kaufen zu können. „Bei Banken hätten sie kein Geld bekommen“, sagt Heiner Möhring aus Schwerin, Vorstandsmitglied im Förderkreis Norddeutschland von Oikocredit und bis 2012 viele Jahre Präses der Mecklenburgischen Landessynode der Evangelischen Kirche. Kürzlich war der 74-Jährige in Ecuador, um sich dort mit Partnerorganisationen zu treffen und geförderte Projekte zu besuchen. Auch mit den Eheleuten Elena und Vincente traf er sich. „Ihre Existenzgründung funktioniert“, sagt Möhring, „täglich verkaufen sie jetzt 200 Empanadas und können so das Leben der Familie sichern.“ 

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