HEMPELS Strassenmagazin

Anstoß für ein neues Leben

 

Auch im Fußball spiegeln sich gesellschaftliche Probleme.

Er ist so etwas wie die soziale Werte-Instanz der Fußballer in Schleswig-Holstein: Eddy Münch, langjähriges Vorstandsmitglied des Fußballverbandes SHFV, hat in den vergangenen Jahren viele ungewöhnliche Projekte ins Leben gerufen. Immer ging es darum, Zeichen zu setzen gegen Rassismus und Gewalt, Homophobie oder Sexismus.

Die Kekse sind alt, und Eddy Münch scheint jetzt doch ein wenig betrübt zu sein. Frischen Kaffee hat er vorhin extra aufgesetzt, und als der Reporterbesuch mit ihm im VIP-Bereich des Stadions Platz genommen hat, muss zunächst diese Keksfrage geklärt werden. „Greifen Sie zu“, sagt Münch, „einfach blöd, an keine neuen Kekse gedacht zu haben; die hier sind schon ein paar Tage alt.“ Der 71-Jährige nimmt es genau mit den Dingen, bei den ganz großen genauso wie bei kleinen Keksen.

Über das große Ganze will man mit ihm sprechen, über den Fußballsport und dessen gesellschaftliche wie soziale Aufgabe.

Lesen Sie weiter im aktuellen Magazin. Sie erhalten es ab Monatsbeginn bei Ihrem Straßenverkäufer und zum Monatsende bei uns als PDF zum Download.

 

 

 

Überall besser als zu Hause

 

 

Viele Frauen quälen sich im immer gleichen Teufelskreis.

Die Zahl obdachloser Frauen steigt. Oft sind Menschen wie die 26-jährige Doro betroffen. Sie empfand ihr Dasein auf der Straße zunächst als Befreiung von Gewalt und Unterdrückung.

Bevor sie in Lübeck Unterschlupf fand, sagt Doro, sei sie ein Straßenkind gewesen. Sie sagt zunächst nicht, dass sie jahrelang Platte gemacht und draußen gepennt hat. Es fällt ihr auch schwer darüber zu sprechen, dass ihr alkoholkranker Vater sie oft verprügelt und wie ein Stück Dreck behandelt hat. Auch sie trinkt Alkohol, seit sie zehn ist.

Mit 13 hält sie es dann nicht mehr aus zu Hause und landet auf der Straße. Dort lernt sie andere Drogen kennen und hätte sich fast umgebracht damit. Und vielleicht wollte sie das auch. Schon ganz jung ist Doro wohnungslos. Ein Straßenkind eben; Straßenkind klingt erwachsen und reif. 26 ist sie inzwischen...

Lesen Sie die ganze Geschichte in der Februar-Ausgabe vom HEMPELS Straßenmagazin.

 

 

 

Der mit den Händen spricht

 

Kein Mensch darf ausgegrenzt werden.

Der 61-jährige Christian Eissing ist Pastor, genauer gesagt: Gehörlosenpastor. Seine in Gebärdensprache gehaltenen Predigten sind hochpolitisch, in ihrem Zentrum stehen oft Menschen, die diskriminiert werden.

Wir haben ihn bei seiner Arbeit begleitet.

Auf dem größten Marktplatz Deutschlands in Heide geht es laut und geschäftig zu – an seinem Ende, in der Kirche St. Jürgen, ist es ganz leise. Trotz herzlicher Begrüßungen und angeregter Debatten über einige Kirchenbänke hinweg ist kaum etwas hören. Kein Wunder: Die Sprache der Gemeindemitglieder kann man nicht hören, sie ist nur zu sehen. Sie drückt sich in Gebärden aus, in Gesten. Ihre Bedeutung können sich Unkundige manchmal erschließen. Finger imitieren schreitende Beine – die Gebärde für gehen.

Als Pastor Christian Eissing den Gottesdienst in Gebärde und Lautsprache synchron eröffnet, schweigen auch die Hände der Besucher... 

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