HEMPELS Verkäufer im Café

Kiel: Messerangriff auf queere Menschen

In der Kieler Innenstadt wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag des ersten November-Wochenendes mehrere Personen bei einer Auseinandersetzung zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der sich für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt und queere Menschen einsetzende Verein HAKI sprach in einer Stellungnahme von einer queerfeindlichen Tat. Man gehe davon aus, dass einige der Angegriffenen der queeren Community angehören. Eine Person habe lackierte Fingernägel getragen und sei deshalb zunächst beleidigt und dann körperlich angegriffen worden. "Welche sexuelle Orientierung diese Person tatsächlich hat, ist nicht ausschlaggebend", so der Verein HAKI gegenüber HEMPELS, "entscheidend ist, dass jemand wegen seiner Fingernägel für schwul gehalten und angegriffen wurde."

Laut Polizei waren "
drei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren" von einer drei- bis vierköpfigen Gruppe zunächst beleidigt worden. Zumindest einer der bislang unbekannten Täter habe dann ein Messer eingesetzt und ein Opfer lebensgefährlich sowie zwei andere mit oberflächlichen Schnittverletzungen verletzt. Eine weitere Person, die vermutlich schlichten wollte, wurde durch Faustschläge im Gesicht verletzt. Die Täter sollen Mitte 20 Jahre alt sein. Der Verein HAKI weist darauf hin, dass es in der Vergangenheit bereits mehrere Angriffe auf queere Menschen gegeben habe, auch in Schleswig-Holstein. Viele hätten den Eindruck, dass das gesellschaftliche Klima rauer geworden sei.

PB

In der Kieler Innenstadt wurden queere Menschen angegriffen. (Symbolfoto: Pixabay)